Lexikon
  • Aussparen
    Aussparen ist vor allen bei Schriften wichtig. Hat man eine schwarze Schrift, die teilweise auf einer bunten Fläche (z. Bsp. magenta) liegt und der Rest der Schrift liegt ohne Hintergrund auf dem Papier, würde die Schrift auf der Magenta-Fläche anders gefärbt sein als der Rest. Das liegt daran, dass Schwarz einfach über die Volltonfläche Magenta gedruckt wird und somit Schwarz und Magenta enthält. Richtig ist, die schwarze Schrift auszusparen. Das heißt an den Stellen, wo die Schrift auf der Fläche liegt wird kein Magenta gedruckt.
  • Bildbearbeitung
    In der Bildbearbeitung werden Fotos (heutzutage meist digitale Bilder), zur Druckreife gebracht. Das heißt die Farbwerte und der Farbauftrag werden für das jeweilige Druckverfahren optimiert.
  • CMYK
    CMYK steht für „Cyan“, „Magenta“, „Yellow“ und „Key“(ist schwarz). Hierbei handelt es sich um die Grundfarben, aus denen im 4C-Druckverfahren (vier Farben) ein farbiges Bild oder bunte Flächen entstehen. Es sind spezielle subtraktive Farben auch Körperfarben genannt, die Teile des Lichts filtern und somit im Auge eines Menschen entsprechende Farbeindrücke schaffen. In der Theorie würden Cyan, Magenta und Yellow zusammen Schwarz ergeben. In der Praxis gibt sich bei der Mischung jedoch nur ein dunkelbrauner Farbton, weswegen zusätzlich noch mit Schwarz als Druckfarbe gearbeitet wird. So werden auch dunkle Bereiche kontrastreich dargestellt.
  • CTP
    CTP ist die Abkürzung für „Computer to Plate“. Gemeint ist damit ein Verfahren zur Erstellung von Druckplatten. Die Druckplatten werden dabei direkt belichtet und nicht wie früher umständlich von Filmen abkopiert. Dieses Verfahren beschleunigt nicht nur die Abläufe in der Druckvorstufe, sondern ist auch ein deutlicher Gewinn an Qualität.
  • CTP-Maschine
    Die CTP Maschine kann man sich simpel erklärt als riesigen Drucker vorstellen, der statt auf Papier auf Metallplatten druckt. Komplexe fotochemische Abläufe machen aus dem Platten-Rohling eine Druckplatte.
  • Die Rasterwinkelung
    Das menschliche Auge reagiert auf  waagerechte oder senkrechte Ausrichtung des Raster besonders stark. Es wird als störendes Muster wahrgenommen, was den optischen Eindruck natürlich trübt. Deswegen wird das Raster etwas gedreht um diese Reaktion zu verhindern. Wird mit mehreren Farben gedruckt, verwendet man für jede Farbe eine andere Winkelung. Damit werden störende Moiré-Muster verhindert.
  • Druckplatte
    Die Druckplatte ist eine speziell beschichtete Metallplatte. Die Beschichtung wird in der CTP-Maschine durch die Einwirkung eines Lasers gehärtet. Anschließend wird die Platte mit Hilfe von Chemikalien gewaschen und abgebürstet. Die mit Laser bestrahlten Flächen bleiben vorhanden, während der Rest verschwindet. Nach diesem Vorgang (wird Belichten genannt) kann man auf der Druckplatte dann z.B. Texte lesen oder Bilder sehen. Pro Farbiger Seite werden vier Platten benötigt. Jede Farbe (CMYK) benötigt eine Platte mit den jeweiligen Auszügen.
  • DTP
    DTP ist eine Abkürzung für Desktop Publishing. In einer DTP-Abteilung wird die Gestaltungserstellung an einem Computer umgesetzt. Typische Programme die dabei zum Einsatz kommen sind Quark Xpress, Adobe Indesign, Freehand, Photoshop und Workflow-Speziallösungen.
  • Europaskala
    Um im Druckgewerbe einheitliche Ergebnisse zu erreichen gibt es Normen und Standards. So soll gewährleistet sein, dass in allen Druckereien vergleichbare Druckergebnisse entstehen. Hierbei spielt die Norm DIN16539 eine wichtige Rolle, denn sie regelt alle nur denkbaren Kombinationen von Cyan, Magenta, Yellow und Key. Achtung: Nicht alle Farbtöne sind durch Euroskala zu erreichen.
  • Frequenzmodulierte Raster (FM-Raster)
    Durch die technologische Weiterentwicklung der Belichtungs- und Drucktechnik ist diese Art der Rasterung möglich geworden. Hierbei werden die Punkte nicht mehr nach einem Raster sondern nach einem zufällig generierten Muster verteilt. Somit sind wesentlich feinere Druckergebnisse möglich, die vor allem bei hochwertigen Produkten zum Einsatz kommen. Probleme mit dem Moiré entfallen ebenfalls.
  • Proof
    Ein Proof ist der Ausdruck einer Seite, einiger Objekte oder eines kompletten Heftes. Dabei muss man unterscheiden zwischen einem Proof der nur zur Überprüfung des gesetzten Inhalts erstellt wird und einem farbverbindlichen Proof. Letzterer ist nur mit speziellen und kalibrierten Systemen zu erstellen. Dieser Ausdruck dient dann als Vorlage für die Drucker.
  • Das Raster
    Da im Druck nur vier Grundfarben und/oder Sonderfarben zur Verfügung stehen, muss ein Trick verwendet werden um auch Farbabstufungen darstellbar zu machen. Hierbei werden viele kleine Punkte verwendet die so klein sind, dass das menschliche Auge nicht in der Lage ist sie differenziert wahrzunehmen. So ergibt dann z.B. eine Fläche die grau erscheint, obwohl sie mit vielen kleinen schwarzen Punkten gedruckt ist. Im Normalfall weisen diese Punkte ein gleichmäßiges Muster auf, weswegen sie Rasterpunkte genannt werden. Es gibt unterschiedliche Rastermethoden. Zum Beispiel: Kornraster, Linienraster, Punktraster usw..
  • Rastertonwert
    Der Rastertonwert wird in Prozent gemessen. Dabei wird der Anteil der Bedruckten Fläche angegeben.
  • Die Rasterweite
    Bei der Rasterweite wird definiert, wie viele Rasterpunkte pro cm angeordnet sind. Ein 25er Raster (wird gerne im Zeitungsdruck verwendet) bedeutet also, dass 25 Punkte in der Länge auf einen Zentimeter verteilt sind.
  • RGB
    Dieser Farbraum wird aus den Grundfarben „Red“ „Green“ „Blue“ gebildet. Es ist ein so genanntes additives Farbmodell, auch Lichtfarben genannt. Legt man die Farebn übereinander, ergibt sich Weiß. Hiermit können deutlich mehr Farbnuancen (insgesamt 16.777.216 Farben) dargestellt werden als im CMYK-Farbraum. Typischerweise funktionieren TV-Geräte oder Monitore mit diesem Farbmodus.
  • Überfüllung
    Beim Überfüllen wird grundsätzlich die hellere Form von zwei Farben größer gemacht (z. Bsp. eine Fläche mit Yellow gefüllt liegt auf einem Magenta Hintergrund).
  • Unterfüllung
    Bei der Unterfüllung liegt die helle Farbe im Hintergrund. Es wird mit einer dunklen Farbe darauf gedruckt. Diese dunkle Form ist dann etwas größer als die Form die auf dem Hintergrund ausgespart ist.
  • Vorstufe
    Die Abteilungen die für die Erstellung druckreifer Platten zuständig sind werden unter dem Begriff Vorstufe zusammengefasst. In diesem Prozess sind die Blattplanung, DTP-Abteilung und Bildbearbeitung eingebunden.